Song of Seasons

Hold me in  fleeting hours

while we are beautiful and wild

winged creatures of the night

sipping honeysuckle vines

sustained by the sun and rain.

Stay  when summer departs and

butterflies flit at teardrops pooled in

the corner of my eyes.

Lie down with me in winter when

hoar frost coats the rose buds

and  blue birds cease  their song

tiny skeletons of  hollow bone

indifferent to the cold

These lips are   petals

reminders  of lost flowers

If  you do not return

but fly on  to distant gardens

my body will seek shelter

beneath the feathers of

tongueless birds.

Translation by Bernd @ neues vom Hutschi

Halt mich fest in flüchtigen Stunden den schönen und wilden, unser Fleisch ist voll und reif, geflügelte Wesen saugen die Nacht auf, Jelängerjelieber, die von Sonne und den Regen gespeiste. Bleib, wenn der Sommer vergeht und der Garten vom Lächeln nippt, das aus der Iris deiner Augen blitzt. Lieg bei mir im Winter, wenn die Vögel zu singen einhalten, winzige Skelette aus hohlen Knochen, gleichgültig der Kälte gegenüber. Für dich sind meine Lippen Blütenblätter, süße Erinnerungen an verlorene Blumen. Wenn du nicht zurückkehrst sondern weiterfliegs, wird mein Körper Schutz suchen unter den Flügeln zungenloser Vögel. translated by Bernd Huschenreuther

canadianbeauty

art by Steve Hanks

I wrote this for you

I wrote this poem for you

I want it to be perfect

its verses as bright as a

summer day in a garden

we created among billows

of blossoms  ascending carnations

lean back in our rose colored swing

while I surrender to a dream

until it’s  time for me to go

I don’t want to own

I just want to be here

Translation By Bernd @ Neues Vom Hutschi

Ich schrieb dieses Gedicht
nur für dich.
Ich möchte, dass es perfekt sei,
mit Versen, hell wie ein
ein Sommertag.
Wallende Wolken,
aufsteigende Nelken
aus einem Garten, den ich erschaffen habe.
Lehn dich zurück in meine Rosenblüte,
eine farbige Schaukel und
geb dich Tagträumen hin,
bis es Zeit ist zu gehen.
Ich möchte, dass du regierst …
Ich will nicht besitzen,
nur dabei sein.

Frida – ( Deutsch by Hutschi)

Every so often I am fortunate to have a poem translated  by  Hutschi at Neues vom Hutschi,  a favorite blog of mine. I  am honored that he has chosen my poem “Frida” to translate so beautifully to German.  I hope my German readers  and all who love the German language as I do will enjoy this.

 

(Deutsch: Hutschi)

 

Im Porträt
Sie trägt ein
Korallenschal
über den Schultern
Terrakotta-Lippen sind
in Granit geformt.
Ihre Augen haben die
Farbe der Erde,
sie schreien heraus
die Angst der Welt.
Ihr Bild ist gewirkt
in zerlumpte Wandteppiche,
an Nägel ist es gehängt an
einer Bauernhausmauer.
Sie ist gefangen von der Hand
eines Aufstands der Frauen.
Sie ist stolz,
Sie ist Mexiko.

 

Find the original German version at https://hutschi.wordpress.com/2018/06/01/frida/

self portrait by Frida Kahlo

 

 

               Frida

 

In the portrait she wears
a coral shawl across her shoulders.
Terracotta lips are set in granite.
Her eyes are the color of the earth,
they scream the anguish of the world.
Her image is etched into ragged tapestry
hung from nails on a farmhouse wall.
She is captured by the hand
of a woman uprising.
She is proud,
she is Mexico.

 

 

 

 

 

 

 

to be a winged bird

I can scarcely  bear the splendor of the world.

Its  wonders humble the wisp that is me.

Minutiae of eyes  and speechless tongue,

astounded by the promise of a sunrise.

Elegant trees  lift their mottled arms

flecked with leaves of gold and green,

an ancient cache of living things.

I long to be a winged bird, bearer of no possessions,

a flicker of brilliant color  high in the lush crown

 

bird in tree

 

 

 

Translation by  Bernd Hutschenreuther

Ein geflügelter Vogel sein

Ich vermag kaum, den Glanz
der Welt zu enthüllen,
ihre Wunder schmälern
noch meine Winzigkeit.
Details von Augen und Ohren
und Zunge, stumm,
erstaunt vom Versprechen
eines Sonnenaufgangs.
Vornehme Bäume erheben
ihre erhabenen Arme,
mächtige Götter im Gebet,
Gastgeber unzähliger Geschöpfe,
abgezupft in rot und grün,
Füllhörner mit Nüssen und Beeren
zieren ihre edlen Kronen.
Ich möchte das Meer durchsegeln,
winziger Fleck, der ich bin, ein geflügelter Vogel,
Träger keines Besitzes, ein erfreuliches
Fragment des Alls,
einem jeden sichtbar.

Deutsch: Bernd Hutschenreuther